„Martin Luther King sagte nicht, ich habe einen Plan! – Nein, er sagte: I HAVE A DREAM!“ – Simon Sinek

In den letzten Tagen habe ich so viel über die unvorbereiteten Lehrer gelesen. So viel darüber, wie schlecht es hier und dort läuft. So viel darüber, das Homeoffice und Kinder nicht funktionieren kann. Das stimmt mich sehr nachdenklich, weil ich mich natürlich frage, woran das wohl liegen mag.

Allem voran glaube ich, das es gerade jetzt wichtig ist, dass wir nicht immer nur die Fehler bei anderen suchen. Wir müssen jetzt andere Wege gehen als bisher, und sei es, dass wir unseren Kindern in der Zeit eigenständiges Lernen beibringen.
Das ist für ihre Zukunft unter Umständen mehr wert, als jedes Einhalten des Lernplans.

Damit Homeoffice mit Kindern auch gelingen kann brauchen wir Kinder, die nicht ständig fragen, was wir hier und was wir da für sie noch erledigen könnten. Das ist offen gestanden ein Lernprozess, den man nicht von heute auf morgen tätigt. Weder die Eltern noch die Kinder.
Aber lasst uns doch damit anfangen. I have a dream

Ich möchte euch auf eine kreative Reise mitnehmen. Auf eine Reise, in der wir die digitalen Möglichkeiten im echten Leben umsetzen und so nutzen, dass sie unsere Kinder langfristig etwas „offener“ macht für eine Welt jenseits von Tiktok, Fortnight und Konsorten.

Eine Welt, die viele von ihnen schon kennen und auch nutzen, aber die sie jetzt in der nächsten Dimension erobern können.

Eine Welt, die ihre Kreativität in unterschiedlichen Bereichen fördert, sie darin bestärkt ihre Komfortzonen zu verlassen und durch Umsetzung zu lernen, und nicht in der Theorie zu ersticken.

Das Motto: EINFACH MAL MACHEN! Nach den Sternen greifen und fliegen lernen.

Ich ermuntere immer meine Kinder dazu: Trau dich. Klar kannst du scheitern, aber wenn du es nie probiert hast, wirst du es auch nicht erfahren, ob du nicht doch hättest gewinnen können. Es muss ja nicht immer gleich eine Weltumseglung sein.

Die meisten Schulen geben freien Projekten nicht mehr viel Raum. Vielleicht ändert sich das in Zukunft wieder, wenn man nämlich feststellt, dass dies auch ein Schlüssel für eigenständiges Arbeiten und somit auch Lernen ist.
Vielleicht könnten wir neben all dem digitalen Fortschritt auch einfordern, dass es pro Schuljahr eine Aufgabe geben sollte, in der der/die SchülerIn etwas kreieren muss. Frei von jeder Vorgabe, die in irgendein Schema passt.

Am Ende dieser Zeit steht ein fertiges Projekt von der Idee bis zur Umsetzung.

Das wäre doch auch eine Idee für JETZT sofort!


Die Waldorfschule lebt diese Idee schon lange in Form ihrer 8.Klassarbeiten. In diesem Rahmen hat mein Sohn ein Projekt geschaffen, das mir zwar seither den letzten Nerv raubt, ihn aber unglaublich stolz gemacht hat: Er hat sich eine transportable Bluetooth-Box gebaut, die einen Sound hat, dass wir theoretisch unseren gesamten Stadtteil damit beschallen könnten.

BluetoothBox

Wann dieser Hang zur Tüftelei genau bei ihm angefangen hat, habe ich vergessen. Es sind in der Anfangsphase auch einige Projekte entstanden, die irgendwann ihren Weg allen Irdischen gegangen sind. Es kokelt und es raucht bei uns, und dass Sicherungen rausfliegen ist absolut keine Seltenheit.

Aber vor 3 Jahren zog ein Getränkeautomat bei uns ein, der seither auf jeder Party für große Begeisterung sorgt und wer weiß, vielleicht könnt ihr den bei der 1. AFTER-CORONA-PARTY auch einweihen?

 

YouTube

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Den Link zur Anleitung gibt es hier, man braucht wirklich nicht viel, aber der Effekt ist enorm:

https://www.youtube.com/watch?v=k0ERi0Bt8Gk

 

THE Q hat da so einiges auf Lager und insgeheim träumt der Ingenieur von dem Ding hier

https://www.youtube.com/watch?v=VwFjvefrrho   … wenn DAS in meinen Garten zieht, dann zieh ich aus!

Was diese Basteleien mit Kabeln etc. angeht könnte ich euch noch Dutzende Geschichten erzählen. Beleuchtete Schränke – kein Problem. Wassersprenkelanlage im Garten – ein Kinderspiel.

Als letztes habe ich einen Hoffnungsstern ins Fenster gehängt bekommen und damit ich abends nicht immer unter den Tisch kriechen muss, habe ich einen Schalter aus einer alten Pillendose an die Wand montiert bekommen. Fancy, oder?

Trennleiste, the dream

Während also in einem Raum an der technischen Zukunft geschraubt wird, kümmert sich das Fräulein nach Vorliebe den schönen Künsten. Von wem sie das wohl hat ;-)
Ihre Lieblingsapp wurde in den letzten Wochen nun schon häufiger genannt. STOP-MOTION! 

Ich gestehe, selbst ich bin völlig „infiziert“ und hätte ich mehr Zeit… ach!!!

Meine Lieblings-Stop-Motion-Frau heißt Doro aka dorobot. Wir kennen uns schon sehr lange, auch im Leben 1.0 und ich liebe ihre Arbeit und seit wir im Januar ein Kit gekauft haben mit vielen lustigen Tools sind diese kleinen Filmchen ein absoluter Hit. Da finden sich kleine Augen, Pfeifenputzer, buntes Papier, Maskingtape, etc. der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und auf Doros Instakanal findet ihr lustige Anleitungen, wie man so ein Set perfekt aufbauen kann.


(PS: Wer Doro in diesen Zeiten etwas unterstützen möchte, kaufe ihr wundervolles Buch: Ungewöhnliche Ideen für wilde Mädchen (der Link führt zu meiner Lieblingsbuchhandlung in Hamburg, ich sage nur #supportsmallbusiness )

In unserem ersten gemeinsamen Stop-Motion-Projekt haben wir jetzt unseren All-time-favourite Lieblingskuchen „Tarte Tatin“ umgesetzt.
Das hat so viel Spaß gemacht. Und das Ergebnis war oberlecker!

 

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Trennleiste, the dream, illustration

Ich möchte zum Schluss anmerken: ALLE diese Projekte sind auf dem Mist meiner Kinder entstanden. Das einzige, was ich dazu beigetragen habe, ich habe ihnen Raum und Geduld entgegengebracht. In der Entstehungszeit hatte ich Zeit zu Arbeiten, zum Laufen, zum Kreativsein. Ich bin fest davon überzeugt, eure Kinder können das auch!

EINFACH MAL MACHEN!

I have a dream


Wie immer ist mir eins wichtig: Haltet in diesen Zeiten zusammen! Unterstützt euch gegenseitig und vor allem überfordert euch nicht gegenseitig. Wir werden noch eine Weile in diesem Zustand aushalten müssen. Da ist es umso wichtiger, dass wir unsere Ressourcen gut aufteilen.


 

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Dort gebe ich immer bekannt, wenn es etwas Neues gibt!

Und wenn ihr mein Projekt teilt, dann gebt mir doch gerne Bescheid. mail@dieformgeber.com  Ich freue mich über alles. #sharingiscaring