Teamwork im Homeoffice oder wie Solidarität und Umdenken in der Praxis funktioniert

Schon vor diesem Ausnahmezustand haben mich so viele gefragt, wie ich das eigentlich machen würde: Diesen Spagat zwischen Fulltime-Homeworking, Kinder nur bis max 14.00 Uhr weg, Haushalt, Garten, Taxifahrdienste, und dann auch noch Laufen, Schwimmen, Yoga, viele Freunde habe ich auch noch.

Eigentlich ist mein Geheimnis gar keins. Im Prinzip geht es nur um gelebtes Teamwork innerhalb der Familie.
Und wenn man so will geht es auch um Teamwork in der Gesellschaft. Denn gerade jetzt brauchen uns die Menschen da draußen, sogar manchmal welche, die wir noch gar nicht richtig kennen, die aber ganz nah bei uns sind.

Die Krankenschwester von nebenan, die eine Dauerschicht nach der anderen fährt, aber nicht dazukommt, stundenlang in Läden nach Klopapier zu suchen, bringen wir ihr doch welches mit.

Die Kassierin aus dem Supermarkt, die ihr zwei kleinen Kids in der Notbetreuung unterbringen konnte, aber kaum sind sie zu Hause und sie müsste dringend einmal die Bude aufräumen drehen die beiden Racker völlig durch: Lesen wir ihnen doch am Telefon etwas vor.

Das alte Ehepaar von gegenüber, das seit wir hier wohnen die lärmenden Kids auf der Straße erträgt und die jetzt nicht mehr aus dem Haus gehen sollten.
Da könnte unser großer Sohn doch mal ein Brot mitbringen oder wenn wir den Wocheneinkauf erledigen dann haben sie jetzt eine Einkaufsliste (–> eine Vorlage dafür könnt ihr euch gerne hier herunterladen Einkaufsliste  ), die sie uns mitgeben.

TEAMWORK, Solidarität oder einfach nur Mitmenschlichkeit.

Genau so funktioniert das auch im Haushalt, im alltäglichen Miteinander.

Dank meines gut eingespielten Teams läuft der Laden hier auch in Krisenzeiten einigermaßen rund, so dass ich mir es überhaupt leisten kann so ein zeitfressendes, völlig verrücktes Projekt auf die Beine zu stellen.
Ich habe schon immer meine Kinder aktiv in alle täglichen Arbeiten mit eingebunden. Das war und ist nicht leicht. Ihr Lieblingsspiel: mir vorzurechnen, wer wann einmal mehr die Spülmaschine ausgeräumt hat. Wenn sie so schnell in Mathematik ihre Aufgaben ausrechnen könnten, wären sie kleine Einsteins.

Auch wenn einige meiner Freundinnen oft nur den Kopf geschüttelt haben, ich war fest davon überzeugt, dass ich meinen Kindern damit einen Gefallen tue, denn der Sprung vom Teenager zum Abteilungsleiter, der sich eine Hilfe für ihren Haushalt leisten kann, wird für die meisten wohl ein Traum bleiben.

Und weil ich vor allem in diesen Zeiten glaube, dass wir alle ein bisschen Raum für uns brauchen, sei es zum Arbeiten, um Sport zu machen, oder einfach nur mal in der Badewanne ein Buch zu lesen – ALLEINE! – habe ich mir Gedanken gemacht, wie ihr euren Kids, schonend beibringen könnt, dass ihr sie jetzt dringend braucht.

Ihr braucht sie an eurer Seite, in eurem Team!

Das Geheimnis liegt in der Verpackung – das sagt euch die Verpackungdesignerin. Denn wenn ihr eine Sache, was auch immer es sei, wunderschön verpackt dann möchten alle sie haben.

Kinder verstehen sehr gut, dass im Moment ein Ausnahmezustand herrscht und der Ausblick darauf, dass sie danach mehr Zeit mit euch verbringen können bzw. sich ein paar Extrastunden Medienzeit ergattern, der kann doch ganz verlockend sein, oder?

ALSO BITTET SIE UM HILFE! SIE WERDEN EUCH VERSTEHEN, sie bitten euch nämlich auch täglich um Hilfe!

Vielleicht fällt es leichter, wenn man Aufgaben gleich verteilt, dann gibt es hier noch einmal die Pläne von Tag 1.

Einen Blankoplan A3 für einen Tag gibt es hier Tagesplan

Einen Blankoplan A2 für eine Woche gibt es ab morgen! Wochenplan


Ich liste meine Ideen völlig unsortiert bezüglich des Alters auf, denn ich bin sicher, ihr am besten selbst einschätzen, wozu eure Kids schon fähig sind und was lieber auf nach Corona verschoben wird, wenn ihr mehr Nerven habt. Die Liste ist nur ein Ansatz euch zu motivieren, die Jobs zu verteilen, jede Familie hat ihre eigenen Aufgaben, diese sind nur die, dich ich verteile und damit gut fahre.


Eimer Illustration

Ein „obergeheimen Spezialtipp“, der natürlich keiner ist, sondern einfach nur Selbstschutz in diesen Zeiten: Lasst auch mal fünfe grade sein. Wir bekommen alle grade kein Angebot für eine HOMESTORY zur Primetime ins Haus geschickt. Deshalb ist Gelassenheit und eine gehörige Portion von „das hat später auch noch Zeit“ angesagt. Wir werden das Überleben!


Wie immer ist mir eins wichtig: Haltet in diesen Zeiten zusammen! Unterstützt euch gegenseitig und vor allem überfordert euch nicht gegenseitig. Wir werden noch eine Weile in diesem Zustand aushalten müssen. Da ist es umso wichtiger, dass wir unsere Ressourcen gut aufteilen.


 

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